Am vergangenen Sonntag gastierte die Reserve bei den Dresdner Prellböcken, dem vermeintlich schwersten Gegner der Liga. Noch nie konnte Niesky in einem Pflichtspiel gegen die Dresdner das Eis als Sieger verlassen. Und auch diesmal schienen die Vorzeichen eher schlecht zu stehen, da man aufgrund von einer nicht enden wollenden Erkältungswelle Absage um Absage bekam und sich dazu gezwungen sah, den ehemaligen Kapitän Thomas Meißner kurzfristig zu reaktivieren.
Gleich zu Beginn des Spiels bekam die Reserve die Angriffslust der Gastgeber zu spüren. Dresden wollte frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen. Doch die Nieskyer Verteidigung und ein glänzend aufgelegter Marc Höher hielten dem Ansturm stand. Nach und nach kam die Reserve besser ins Spiel und zu eigenen Chancen. Mit etwas mehr Ruhe und Übersicht hätte man durchaus Kapital daraus ziehen können. So ging es mit 0:0 in die erste Pause.
Das zweite Drittel begann gleich mit einer weiteren, guten Möglichkeit für die Nieskyer, doch auch diesmal konnte man sich nicht belohnen. Dann folgten drei Minuten Unkonzentriertheit. In den Spielminuten 22, 23 und 24 schlug es gleich dreimal im Tor der Reserve ein. Kurz schütteln und weiter geht’s. Die Nieskyer zeigten sich kaum geschockt und suchten ihr Heil weiter in der Offensive. In der 37. Minute war es dann soweit und Martin Druschke brachte auf Vorlage von Justin Felberg seine Farben auf die Anzeigetafel. 3:1 hieß der zweite Pausenstand.
Für Drittel Nummer drei nahm sich die Reserve natürlich viel vor, um den zwei Tore Rückstand zu egalisieren. Fünf Minuten waren gespielt, da brach Franz Schiffel über links ins Drittel ein und bediente den völlig freistehenden Max Jachmann mustergültig. Nun war es nur noch ein Tor Rückstand und jede Menge Zeit zu spielen. Niesky warf vielleicht zu früh alles nach vorn, denn in der 48. Minute hieß es 4:2 aus Nieskyer Sicht. Doch auch diesmal steckte die Mannschaft nicht auf. Kurzzeitig keimte noch einmal Hoffnung auf, als Max Jachmann mit seinem zweiten Treffer in der 60. Spielminute auf 4:3 verkürzte.Niesky nahm nun den Hüter vom Eis, versuchte jede Scheibe auf‘s gegnerische Tor zu bringen und irgendwie den Ausgleich zu erzwingen. Doch einen Abspielfehler im Aufbauspiel konnten die Dresdner zum 5:3 und somit zum Endstand nutzen. Der Reserve konnte man an diesem Abend keinen Vorwurf machen! Sie haben alles gegeben und eine beherzte Leistung auf‘s Eis gebracht.