Logo TORNADOAb kommenden Montag dürfen unsere Jungs wieder gemeinsam trainieren.

Nächster Abgang bei den Tornados

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Nach vier Jahren wird Philip Riedel in diesem Sommer die Tornados leider verlassen. Aus beruflichen Gründen wird es ihm künftig nicht mehr möglich sein, für seinen Heimatverein zu spielen. In den 76 Spielen im Nieskyer Trikot gelangen Flippo insgesamt beeindruckende 68 Tore und 59 Assists. Damit wird ein weiterer Leistungsträger nicht mehr für die Blau-Gelben auflaufen können. Nicht nur aufgrund seiner Leistungen, auch wegen seiner enorm hohen Leistungsbereitschaft und seines Ehrgeizes war Flippo ein wichtiger Bestandteil im Team von Theo Schwabe. Wir danken ihm für seine Einsätze und wünschen für seine berufliche Neuorientierung alles Gute und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

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Hallo Gerd,

vielen Dank das du dir als Vorstandsvorsitzender des ELV auch die Zeit für ein kleines Interview nimmst.

Zunächst eine kurze Frage zur aktuellen Entwicklung. Wie sieht deine Einschätzung bezüglich einer Saison 2021/22 aus?

Gerd: Wir hoffen alle auf ein schnellstmögliches Ende dieses Spuks. Anschließend geht es normal in die Saisonvorbereitung und hoffentlich im Anschluss in eine halbwegs normale Saison. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um dies umsetzbar zu machen.

Die Vereinslandschaft ist aktuell durch die Krise arg gebeutelt. Wie sieht es aktuell beim ELV aus? Gibt es Einschränkungen?

Gerd: Ich denke wir sind relativ unbeschadet durch die Krise gekommen. Dies wäre ohne unsere Sponsoren und die Unterstützung der Stadt nicht möglich gewesen. Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle. Wir haben zusammengehalten und nur so kann es gehen.

Der Nachwuchs im Verein hat sich in den letzten Jahren wieder vorwärtsentwickelt. Nun wurde der Kooperationsvertrag mit Weißwasser gekündigt. Was bedeutet das für unsere Nachwuchsabteilung?

Gerd: Wir wollen die Nachwuchsarbeit stetig weiterentwickeln. Dies geht auch ohne diesen Vertrag. Wir werden unsere Zusammenarbeit mit Jonsdorf forcieren und wollen in der kommenden Saison mit zwei Mannschaft in der ODM (Ostdeutsche Meisterschaft) an den Start gehen.

Du lebst schon seit je her für den Eissport in Niesky. Als Spieler stürmisch, als Trainer bestimmend und als Funktionsträger beherzt und engagiert. Was hat sich seit den Anfangsjahren verändert und wie ist der ELV zukünftig aufgestellt?

Gerd: Ein Verein unterliegt immer einer Entwicklung. Alles andere wäre schlimm. Mit dem großartigen neuen Stadion haben wir die Grundlage für viele weitere Jahre gelegt. Wir wollen für die Stadt und die Region attraktives Eishockey bieten. Das ist unser Anspruch. Ein Verein lebt von seinen Mitgliedern, den Fans und den Sponsoren. Diese gemeinsame Entwicklung wollen wir weiter vorantreiben.

Mittlerweile ist die dritte Generation Jandik in Niesky auf dem Eis. Das macht dich sicherlich sehr stolz. Was erhoffst du dir für die Zukunft und hast du noch persönliche Ziele?

Gerd: Selbstverständlich ist man stolz, wenn die Rückennummer 11 in Niesky weiterlebt. Für mich ist es wichtig, dass parallel zur sportlichen Entwicklung auch die schulischen Leistungen passen. Das gilt für den kompletten Nachwuchs. Ansonsten wünsche ich mir nur Gesundheit und viele weitere Jahre Eishockey in Niesky.

Gesundheit ist sicherlich das allerwichtigste. Es folgen noch die berühmten 5 kurzen Fragen:

Rotwein oder Weißwein?

Gerd: beides (lacht)

Spielerbank oder Tribüne?

Gerd: Spielerbank natürlich

Digital oder analog?

Gerd: Digital

Ordner oder Hefter?

Gerd: beides

Handshake oder Abklatschen?

Gerd: Abklatschen

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Servus Ede,

mittlerweile unterstützt du Theo als Co-Trainer. Nach zuvor gut zwei Jahrzehnten aktiver Karriere ist dieser Posten für dich quasi „Neuland“. Auch wenn die Saison sehr kurz war, beschreib doch mal deine ersten Eindrücke hinter der Bande?

Ede: Man sieht das Spiel auf eine ganz andere Weise und ist emotional völlig anders eingebunden, wie man es noch als Spieler war.

Du hast als Profi viel erlebt. Was kannst du, insbesondere den jungen Spielern, aus deiner aktiven Karriere mitgeben?

Ede: Ich möchte insbesondere, dass sie zuhören und versuchen sollen zu verstehen, was man ihnen beibringen will. Vieles was am Anfang komisch klingt und vielleicht auch aussieht, macht erst später Sinn.

Du warst immer eher Defensivverteidiger. Was macht einen sogenannten " Stay-at-home" Verteidiger aus?

Ede: Er denkt erster Stelle immer zuerst ans verteidigen. Ein guter Defensivverteidiger wird nie an seinen Punkten gemessen. Vielmehr geht es darum, wie gut er seinen Job im eigenen Drittel macht.

Wie schwer war für dich der Umbruch nach der Profikarriere hin zum Amateursport?

Ede: Es war schon komisch. Du stellst dein komplettes Leben auf einmal um und fängst von vorn an. Es wird vieles langsamer und du hast viel mehr Zeit Entscheidungen zu treffen. Aber ein gutes hatte es, die Auswärtsfahrten waren nicht mehr so lang (lacht). Einzige Ausnahme war die Verzahnungsrunde in der Oberliga-Saison.

Was erwartest du von einer hoffentlich stattfindenden neuen Saison?

Ede: Es wird eine schwere Saison nach den Abgängen. Aber die Gespräche mit den Jungs stimmen mich positiv. Ich hoffe, dass viele den nächsten Schritt machen werden und in die Rolle schlüpfen, die ihnen angedacht wird.

Das klingt nach einer Menge Hoffnung und Zuversicht. Wir sind gespannt. Abschließend auch für dich die kurze Fragerunde:

Hund oder Katze?

Ede: weder noch.

Sandwich oder Burger?

Ede: Burger

Samstag oder Sonntag?

Ede: Sonntag

Fußpils oder Wegbier?

Ede: Lieber Couchbier (lacht)

Süß oder salzig?

Ede: Salzig

Vielen Dank für deine ehrlichen Antworten und die geopferte Zeit für das Interview!

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Servus Theo,

vielen Dank das du dir die Zeit für uns nimmst! Als Urgestein des Nieskyer Eishockeys bist du mittlerweile seit 12 Jahren Trainer unserer Tornados. Auch als Spieler hast du die deutsche Eishockeylandschaft viele Jahre kennen gelernt und vieles erlebt. Wir sind auf deine Antworten sehr gespannt!

Was fasziniert dich seit jeher am Eishockeysport?

Theo: Das kann man so einfach nicht beschreiben. Es ist einfach die geilste Sportart der Welt!

Was war dein persönlicher besonderer Moment in deiner langen Profi- bzw. Trainerkarriere?

Theo: Ich denke als Spieler war es beispielsweise die U20 WM in Füssen bzw. Kaufbeuren, als ich gegen Eric Lindros spielen durfte (Anmerkung: 760 NHL Spiele, Olympiasieger mit Kanada, MVP in der NHL). Ich durfte gegen ihn sogar ein Bully spielen (lacht). Außerdem ist die Saison 1992/93 mit dem ESW in besonderer Erinnerung geblieben. Wir haben fast ausschließlich mit einheimischen Spielern und lediglich zwei Ausländern den Aufstieg in die 1. Bundesliga nur knapp verpasst. Der Zusammenhalt damals war unschlagbar! Als Trainer sind es sicherlich die 1. Saison in der Oberliga, als ich als Bester Trainer ausgezeichnet wurde, sowie die drei Regionalliga Titel in Folge.

Hast du sportliche, persönliche Vorbilder oder arbeitest du nach einem bestimmten Motto?

Theo: Konkrete sportliche Vorbilder gibt es nicht. Meine persönlichen Vorbilder sind ganz klar meine Eltern. Ein richtiges Motto gibt es auch nicht. Die Devise ist stets, dass es Spaß machen muss, in guten und schlechten Zeiten und man niemals aufgibt.

Was hast du in Niesky für die Zukunft noch für Ziele?

Theo: Für mich ist es wichtig, den Eissport in der Region noch mehr in den Fokus zu stellen. Es ist ein persönliches Anliegen, so vielen Kindern wie möglich das Schlittschuhlaufen beizubringen. Wir wollen mit dem Nachwuchs auch wieder in den Spielbetrieb einsteigen. Mit den Tornados wollen wir uns für die Zukunft auch breiter aufstellen und wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Was bewegt dich in der aktuellen Phase am meisten?

Theo: Das schlimmste in meine Augen ist, dass man aktuell nur das negative sieht und hört. Sowohl in der Presse bzw. im Fernsehen als auch von einigen Menschen. Mir wäre es wichtig, wenn man immer zunächst die positiven Signale sendet, bevor man alles schlecht redet. Es ist insgesamt eine sehr schwierige Phase, aber ich sehe trotzdem positiv in die Zukunft.

Das ist eine sehr wichtige Botschaft! Wir sind gespannt, wie sich alles entwickeln wird. Jetzt freuen wir uns noch auf deine kurze Fragerunde:

Knappes Ding oder enge Kiste?

Theo: Enge Kiste

Sprinten oder Laufen?

Theo: Laufen

Bully oder Face-off?

Theo: Bully

Mett oder Hackepeter?

Theo: Hackepeter

Hopfenkaltschale oder Malzgranate?

Theo: Pils (lacht).